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Russische Küche – eine Betrachtung. Marmeladen und Kompotte

Eine große Rolle spielen in der russischen Küche allerlei Waldfrüchte. Nicht dass die Russen es heute zum Überleben nötig hätten in den Wald zu gehen und dort Essbares zu sammeln, Aber es ist eine populäre Beschäftigung. Außerdem gibt der Wald Aromen her, die es auf Kulturflächen nicht gibt. Das sind wilde Himbeeren, Walderdbeeren, Heidelbeeren – die werden traditionell 1:1 mit Zucker verrieben. Dadurch bleiben sie monatelang haltbar.

Im Winter ein willkommener Vitaminspender. Aber auch für Europäer ungewöhnliche Früchte, wie Maulbeeren, Aronia und Traubenkirsche und Moosbeeren wurden schon immer in der russischen Küche verwendet. Diese werden zu meist zu Marmeladen verkocht. Wobei Marmelade in Russland ohne Zusatz von extra Pektinen oder Dickungsmitteln gekocht wird. Die Marmelade bleibt dickflüssig und wird traditionell zum Tee aus einer Portionsschale für jeden Gast gelöffelt.

Auch sehr ungewöhnliche Marmeladen kommen vor. So werden zum Beispiel im Frühsommer die jungen Fichtenzapfen gesammelt, wenn sie noch 2-3 Zentimeter groß sind und dann mit Zucker eingekocht. Hieraus entsteht ein ungewöhnliches „Waldaroma“.

In Russland sehr beliebt sind Fruchtsaftgetränke. Diese heißen Morß (Морс). Hier werden Früchte und Beeren verkocht und dieser Saft dann kühl gestellt und mit Wasser / Mineralwasser versetzt getrunken.

Ein einfaches, aber sehr schönes Rezept mit Moosbeeren (Cranberries):

* 150g eingefrostete Beeren

* 600ml Wasser

* 100g Zucker (wer es weniger süß mag kann reduzieren, oder durch Honig ersetzen)

Die Beeren auftauen und zerdrücken. Den Saft durch ein Musselintuch oder ein sehr feines Sieb abseihen.

Dann die zerdrückten Beeren mit dem Wasser aufsetzen und aufkochen.

Die gekochten Beeren wiederum durch ein Musselintuch oder feines Sieb geben.

Den Zucker, den abgeseihten Fruchtsaft (aus Schritt 1) hinzugeben und vermischen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

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