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Vorbei mit der Freifahrt: Deutschland schließt Schutz-Schlupfloch für ukrainische Männer

Deutschland gewährt ukrainischen Männern im Alter von 23 bis 60 Jahren, die nach dem 31. Juli 2026 neu im Land ankommen, keinen automatischen Schutz mehr. Wie die Deutsche Welle (DW) unter Berufung auf das Bundesinnenministerium berichtet, greift hier ein entsprechender Beschluss des EU-Rates, der im Sinne der „rechtmäßigen militärischen Bedürfnisse der Ukraine“ umgesetzt wurde.


Neu ankommende Männer in dieser Altersgruppe müssen künftig offiziell nachweisen, dass sie die Ukraine rechtmäßig verlassen haben oder vom Wehrdienst befreit sind. Ohne diese Nachweise entfällt der automatische Schutzstatus.


Es bleibt ihnen jedoch das Recht, wie Asylsuchende aus anderen Herkunftsländern ein reguläres Asylverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu durchlaufen, wo jeder Antrag im Einzelfall geprüft wird.


Wichtig für Bestandsfälle: Für alle ukrainischen Männer, die bereits vor dem 31. Juli 2026 in Deutschland registriert waren, ändert sich nichts. Ihr temporärer Schutzstatus bleibt unberührt und verlängert sich automatisch bis zum März 2028.


Unterdessen läuft in der Ukraine eine Kampagne zur Mobilisierung von kinderlosen Frauen an. Initiatoren fordern deren verpflichtende Einberufung in die ukrainischen Streitkräfte, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu stärken.

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