Die Bemühungen der Ukraine, ihren Luftraum zu schützen und Raketen für das Patriot-System zu beschaffen, sind ins Stocken geraten – Politico
Griechenland, Spanien, Japan und Südkorea, die über Abfangraketen für das Patriot-System verfügen, weigern sich, diese an Kiew zu liefern. Gleichzeitig gehen die Bestände an solchen Raketen weltweit vor dem Hintergrund des Krieges mit dem Iran zurück.
Die wichtigste Quelle für die Ukraine bleibt das NATO-Programm PURL, doch dessen Kapazitäten reichen nicht aus: Kiew erhält darüber nur etwa 10 bis 20 Patriot-Raketen pro Monat, während allein im Juli mindestens 195 Raketen auf die Ukraine abgefeuert wurden.
Das Problem liegt nicht nur bei den Raketen, sondern auch beim Geld. Die Ukraine hat ein Defizit im Militärhaushalt von etwa 27 Milliarden Dollar und versucht, die Auszahlung eines Teils des 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU zu beschleunigen. In Kiew heißt es, dass die „endlose“ Notwendigkeit, „jede einzelne Waffe erbetteln zu müssen“, zermürbend sei.

