Der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt Nestlé kommt in Russland unter staatliche Verwaltung
Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Geschäft des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé in Russland unter Zwangsverwaltung gestellt. Per Dekret wurde die Verwaltung der russischen Vermögenswerte der Gesellschaft L.E.V. Management übertragen.
Nach Beginn des Krieges in der Ukraine hat Russland die Kontrolle über ausländische Vermögenswerte verschärft. Möglich ist das durch ein Dekret aus dem Jahr 2023, das Moskau erlaubt, Vermögenswerte aus Ländern, die von der Regierung als „unfreundlich“ eingestuft werden, unter vorübergehende Verwaltung zu stellen.Auch andere Unternehmen wie der französische Lebensmittelkonzern Danone, die dänische Brauerei Carlsberg und das niederländische Unternehmen Heineken waren so bereits unter staatliche Verwaltung gestellt worden. Später hatten sie ihr Russland-Geschäft verkauft. So veräußerte Heineken 2023 seine sieben Standorte zum symbolischen Preis von einem Euro. Unter dem Strich bedeutete dieser Rückzug einen Verlust von etwa 300 Millionen Euro für das Unternehmen.
Am 17. September unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin einen Erlass über die Übergabe der russischen Vermögenswerte von Nestlé, FM Logistic, Auchs, LemanvPro und zwölf weiteren Unternehmen in vorübergehende Verwaltung.
„Eigentlich sollte man über die vorübergehende Verwaltung ausländischer Vermögenswerte hinausgehen. Man sollte sich an ersten Erlasse der Sowjetmacht erinnern, auf deren Grundlage ausländische Werke und Fabriken zwangsweise und unentgeltlich in staatliches Eigentum überführt wurden. Und niemand hat jemals irgendetwas an irgendjemand zurückgegeben“
, schrieb Medwedew auf seinem Telegram-Kanal.

