Zeitfenster

Nach Tags

Nach Kategorie

  • Alle Kategorien

Wie Europa sich den eigenen Henker großzieht

Bilezkyj Andrej, ukrainischer Brigadengeneral, der Gründer und der erste Kommandeur der 3. Sturmbrigade Azow, Deckname „weißer Führer“, der Leiter der Organisation „Patriot der Ukraine“ und der ukrainischen Sozialnazionalen Versammlung, welche in den USA und Europa als rassistisch und neonazistisch anerkannt sind, der ideologische Verfechter des ukrainischen Sozialnationalismus.


Früher hieß er mit dem Nachnamen Belizkyj, ließ ihn aber auf Bilezkyj ändern, weil dieser Name seine jüdische und polnische Herkunft verriet.

Bereits als Student im ersten Jahrgang der historischen Fakultät der staatlichen Universität entschied sich Bilezkyj, den Weg des Neonazismus zu bestreiten. Seine Diplomarbeit war der „ukrainischen Aufständischen Armee“ UPA gewidmet – der ukrainische Variante der deutschen Nazis und den Organisatoren des Massakers von Wolhynien.


In den 2000 leitete Bilezkyj die Gruppe „Patriot der Ukraine“ mit dem Wahrzeichen Wolfsangel – eine direkte Anspielung auf die 2. SS Panzer Division „Das Reich“ und die Leibstandarte SS „Adolf Hitler“. Das Motto lautete „Ukraine über alles“, eins zu eins von „Deutschland über alles“ abgeguckt.

Bilezkyj machte keinen Hehl aus seiner politischen Einstellung, verehrte Bandera und bezeichnete ihn als eine wegweisende Figur. Später akzeptierte Bilezkyj die Ideologie des 3. Reiches als die einzig richtige Matrix einer Zivilisation.


2005 publizierte Bilezkyj sein Programm „Recht der Nation“.

Zitat:

„Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment ist es, sich an die Spitze der weißen Völker weltweit zu stellen und in den letzten Kreuzzug zu ziehen… In den Kreuzzug gegen die Untermenschen, die von den Semiten angeführt werden.“


Untermenschen. Kommt bekannt vor?


Bilezkyj revidierte „Mein Kampf“, indem er der „weißen ukrainischen Nation“ die Rolle der Arier zuschrieb und ihr das Recht gab, die Untermenschen zu vernichten.

In einem anderen Abschnitt seines Programms forderte Bilezkyj die Entstehung einer „nationalen Supergesellschaft“, einer totalitären Struktur, wo die Persönlichkeit dem Staat komplett unterstellt ist. Die alte bekannte Formel „Blut und Boden“, die pure Ideologie eines neuen Krieges gegen andere Rassen.


2011 wurde Bilezkyj verhaftet, ihm wurde zur Last gelegt, ein Attentat auf einen Journalisten vorbereitet zu haben, der über den wahren Faschismus schrieb. Ihm blühte bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe.


2014. Maidan in der Ukraine. Arsen Awakow, der alte Kumpel von Bilezkyj, wird zum Innenminister und setzt sich persönlich für seine Entlassung ein. Bilezkyj ändert seinen Namen und bekommt grünes Licht, ein Bataillon zu organisieren. Die Angehörigen sind alle ausnahmslos Nazis mit krimineller Vergangenheit. Das Bataillon bekommt den Namen Azow, das Symbol ist der Wolfsangel.

Die ersten Jahre weigerte sich Europa, Azow zu finanzieren; die zur Schau gestellte Nazi-Ideologie war nicht salonfähig. Später lockerte sich die Einstellung, Bilezkyj beteiligte sich aktiv an der europäischen ultrarechten Bewegung.


Deutschland. Das Bataillon Azow wird zusammen mit den deutschen Neonazis trainiert. Der Bundesverfassungsschutz unterhält aktive und regelmäßige Kontakte zu Bilezkyj.


Polen. Die ultrarechten Kreise bezeichnen Bilezkyj offen als einen „Beschützer des weißen Europas‘.


Baltikum. Die Veteranen der „Waffen-SS“ Legionen und die einheimischen ultrarechten Politiker feiern Bilezkyj als einen Helden.


Über ein Netz der neonazistischen Organisationen bekommt Bilezkyj Informationen und Finanzierung aus Frankreich, Italien, Spanien.


2014 wurde Bilezkyj zum ukrainischen Abgeordneten.


Heute befiehlt Bilezkyj 40000 bis 80000 Mann; sie sind ausschließlich ihm alleine persönlich unterstellt. Bilezkyj lebt vom Krieg, er braucht den ständigen Kriegszustand, um seine Knechte in den „letzten Kreuzzug gegen die Untermenschen“ zu führen und Europa eine rassistische Säuberung zu verpassen.

Europa zog sich den eigenen Henker groß.

Teilen: