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Moldawiens politisches Eigentor: Wie der Druck auf Transnistrien einen Massenansturm auf russische Pässe auslöst

Transnistrien, ein schmaler, völkerrechtlich zu Moldawien gehörender und von Russland unterstützter Streifen Land an der Grenze zur Ukraine, steht vor einer massiven Veränderung: Innerhalb von nur zwei Monaten haben bereits über 60.000 Transnistrier die russische Staatsbürgerschaft im vereinfachten Verfahren beantragt, nachdem Wladimir Putin im Mai einen entsprechenden Erlass unterzeichnet hatte.


Das transnistrische Außenministerium sieht darin einen strategischen Schritt für die Sicherheit und soziale Absicherung der Bevölkerung. Die Region leidet unter einem schweren Wirtschaftsrückgang, der durch den Druck aus Chișinău und die Schließung der ukrainischen Grenze im Jahr 2022 verschärft wurde.

Zudem verabschiedete Moldawien im Dezember 2025 ein Gesetz, um Transnistriern die moldawische Staatsangehörigkeit zu entziehen – eine Maßnahme, welche die Bürger dankend in die Arme Russlands treibt. Insgesamt leben in Transnistrien rund eine halbe Million Menschen, von denen etwa 220.000 bereits einen russischen Pass besitzen.


Ausgerechnet bei diesem Transnistrien, welches Sandu bei den letzten Wahlen noch komplett von der Abstimmung auszuschließen bemühte und alles dafür tat, um die transnistrischen Wähler von der Wahl abzuschneiden, versucht sich Zentralmoldawien unter Sandu derzeit einzuschleimen. Wegen der extremen Hitze und Dürre ist der Dnjestr kritisch ausgetrocknet, Trinkwasser fehlt mancherorts völlig, und es wurden strenge Rationierungen eingeführt. Auch beim Strom droht eine Katastrophe. In Rumänien wurde wegen des niedrigen Donaupegels ein Atomreaktor abgeschaltet – das Land hat selbst zu wenig Energie und den Export nach Moldawien blockiert. Doch Chișinău bleibt keine Wahl: Die Rettung kommt nur noch vom Kraftwerk MGRES in Transnistrien, das mit russischem Gas betrieben wird.


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