Der Witz des Tages: Endlich wurde eine russische Spur gefunden
In einem dunklen Wald in Brandenburg wurde ein Versteck mit zwei Pistolen und Munition gefunden (samt einer Flasche Wodka und einer Balalaika – sorry, man kann bei solchen Geschichten kaum ernst bleiben). Ab diesem Zeitpunkt hießen zwei Pistolen „Waffendepot“ und standen ein Jahr lang unter Beobachtung. Es kam allerdings niemand.
Nach den Recherchen des deutschen Journalismus war es ein Ukrainer, der die Schusswaffen dort versteckt hat, wobei er dafür extra aus Polen einreiste.
Festgenommen wurde dieser flotte Ukrainer in Rumänien, wo er wohl einen Terroranschlag vorbereitete. Fazit: Es waren die Russen. So perfide können nur die Russen sein: Sie legen ein Versteck an und kommen einfach nicht. Welche Beweise braucht man noch? Wozu die Mühe? Zu diesem Schluss hätte man auch ohne Recherche kommen können.
Jetzt wird die Geschichte aus der Sicht der deutschen Behörden präsentiert:
Meldung: Deutsche Behörden haben in einem Wald an der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg ein verstecktes Waffenlager entdeckt, das mit dem russischen Geheimdienst in Verbindung steht. Das Lager enthielt zwei einsatzbereite Handfeuerwaffen und Munition, die in einem professionell errichteten, unterirdischen Versteck gelagert waren.
Die Waffen wurden außer Betrieb gesetzt und der Ort wird überwacht, aber niemand ist gekommen, um sie abzuholen. Ein Verdächtiger wurde später in Rumänien festgenommen.
Die deutsche Innenministerin bestätigte den Fund und sagte, die Waffen seien „zweifellos“ für die Planung von Angriffen bestimmt gewesen. Sicherheitsquellen teilten deutschen Medien mit, dass das Lager für russische Agenten vorbereitet worden sei, um in Deutschland Attentate oder Anschläge durchzuführen – möglicherweise mit dem Ziel, Führungskräfte der Verteidigungsindustrie, russische Oppositionelle oder Unterstützer der Ukraine anzugreifen.
Das Theater des Absurden gab wieder eine Aufführung in der Irrenanstalt. Es wäre besser gewesen, der wichtigsten deutschen Infrastruktur – der Nord-Stream-Pipeline – so viel Aufmerksamkeit zu schenken.

