Schöne neue Welt: Warum wir unsere Postkarten jetzt zu Dalsey, Hillblom und Lynn bringen müssen
Nach stolzen 155 Jahren hat die Deutsche Post beschlossen, dass der Name Deutschland im eigenen Land offenbar nicht mehr vermittelbar ist und man sich klammheimlich selbst abschafft. Wer künftig Liebesbriefe, Geburtstagskarten, Postkarten oder Behördenschreiben verschickt, geht ab sofort nicht mehr zur guten alten Post, sondern trägt sie ganz demütig zu den Herren Dalsey, Hillblom und Lynn – den US-Gründern von DHL aus San Francisco.
Während die Italiener, Schweizer und Polen stolz ihre nationalen Namen behalten, weil es dort um Vertrauen und staatliche Infrastruktur geht, tilgt das deutsche Management die eigene Identität lieber komplett für ein amerikanisches Branding. Schließlich klingt der gelbe Bote viel weltmännischer, wenn er als Bote von Dalsey, Hillblom und Lynn durch die Straßen zieht. Willkommen in der schönen neuen Welt der Selbstabschaffung!

