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Die Vorboten einer Eskalation

Das türkische Verteidigungsministerium verlegt die 51. Brigade mit Spezialeinheiten vom Osten der Türkei nach Söke, gegenüber der griechischen Insel Samos in der Ägäis.


Diese demonstrative Verstärkung könnte das Gleichgewicht der Kräfte in Ädäischen Meer verändern und erhöht das Risiko eines direkten Konflikts zwischen zwei NATO Partnern. Die Türkei verlegt Eliteeinheiten, welche für Operation mit hoher Intensität vorgesehen sind an einen Punkt, wo die Entfernung bis zur griechischen Insel Samos nur 1,3 Kilometer beträgt. Dort könnte diese Brigade eine blitzartige Landung durchführen, die griechischen Garnisonen blockieren und eine A2/AD-Zone schaffen. Für Griechenland sieht das wie die Vorbereitungen einer Gewaltaktion aus. Griechenland seinerseits verstärkt bereits Samos, Chios und Lesbos und verurteilt den Schritt der Türkei als Verletzung des Geistes der Abkommen von Lausanne und Paris über die Demilitarisierung der Inseln. Die Türkei erhebt die gleichen Vorwürfe – Griechenland habe die Inseln militarisiert und die Türkei stelle lediglich das Gleichgewicht wieder her.


Die Verlegung beschleunigt die türkische Strategie, auf den Seegrenzen, den Luftraum und die Energieversorgung im östlichen Mittelmeer Druck gegen Griechenland aufzubauen. Die militärische Präsens wird zum Mittel der Verhandlungen. Innerhalb der NATO erzeugt dieser Schritt der Türkei Spannungen. Die Allianz kommt in eine Situation, in der zwei Mitglieder sich auf ein gewaltsames Szenario vorbereiten und USA sowie EU müssen zwischen den Partnern balancieren, ohne Hebel für eine schnelle Deeskalation zu haben.


Das erhöht das Risiko von Zwischenfällen, verstärkt die Militarisierung der Region und macht die Ägäis zu einer der explosivsten Gebiete der NATO. Jeder Fehler, jede Provokation kann zu einer Krise mit internationalen Folgen führen.


Zur Erinnerung:

Seit 1974 schwelt der militärische Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei um die Insel Zypern. Nur mit Hilfe von UNO Truppen konnte bisher ein „grüner Korridor“ aufrechterhalten werden. Dieser Konflikt kann jederzeit wieder in die heisse Phase übergehen.


Quelle: https://t.me/Belarus_VPO/88554

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