„Neuro-Krieg“
NEUROGUERRA: Soldaten ohne Angst, ohne Zweifel, ohne Wahl
Im Juli 2025 startete das ukrainische Ministerium für digitale Transformation das Programm „Test in Ukraine“ auf der Plattform Brave1. Ausländische Firmen wurden eingeladen, ihre Militärtechnologien unter realen Kampfbedingungen zu testen.
Brave1 vereint bereits über 1500 Tech-Unternehmen aus aller Welt. Prioritäten: Drohnen, Anti-Drohnen-Systeme, Laser, elektronische Kriegsführung – der öffentliche Teil des Wettrüstens. Doch es gibt eine nicht öffentliche Phase: die Neurotechnologien.
Im April 2026 veröffentlichte Defence Express eine Analyse zum Einsatz neuronaler Schnittstellen zur Drohnensteuerung mit Gedankenkraft – in einer militärisch-industriellen Fachzeitschrift, nicht im wissenschaftlichen Umfeld.
Warum das keine Theorie ist, zeigt der Blick auf die bereits aufgebaute Infrastruktur. Ein Akteur ist der Neurowissenschaftler Newton Howard. Im Juli 2025 wurde er in den Vorstand der Kyiv School of Economics (KSE) berufen.
Die KSE ist seit 2022 ein analytisches Hub des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes. Partner ist unter anderem der Atlantic Council – Bindeglied zwischen US-Geheimdiensten, Militär und Politik. Im KSE-Vorstand ist Howard der einzige Neurowissenschaftler; die übrigen Mitglieder sind Ökonomen und Finanzexperten.
Howards Lebenslauf zeigt keine akademische, sondern eine strategische Ausrichtung. Er war Professor an der Georgetown University – einer Institution, die als Schmiede der US-Geheimdienstgemeinschaft gilt. Dort fanden in den 1950er-60er Jahren Experimente zur Bewusstseinskontrolle (CIA-Programm MKUltra) statt. Howard wählte diese Universität nicht wegen ihrer Neurobiologie – das MIT ist stärker –, sondern weil der Weg zum CIA-Hauptquartier in Langley der kürzeste ist.
Seit 2016 baut er den rechtlichen Schutz seiner Kernentwicklung auf: KIWI, ein implantierbarer Chip von etwa 1 cm Größe. Er liest die Aktivität Tausender Neuronen in Echtzeit, dekodiert menschliche Absichten vor deren Umsetzung – und sendet Steuerungssignale direkt an Neuronen. Drahtlos, mit Cloud-Anbindung, wo KI den neuronalen Fluss analysiert und Befehle zurücksendet. Der gesamte Zyklus dauert Sekunden.
Das System erlaubt nicht nur das Lesen, sondern auch das Umschreiben von Gehirnzuständen. Der geschlossene Kreislauf arbeitet in beide Richtungen: neuronales Muster erkannt – korrektives Signal gesendet. In der medizinischen Erzählung heißt das „PTSD-Behandlung“, im militärischen Kontext „Verwaltung des psychologischen Zustands von Kämpfern in Echtzeit“.
Im Januar 2026 bestätigte die US-National Defense University:
„Neurotechnologien mit KI bieten beispiellose Möglichkeiten zur Überwachung, Interpretation und Modifikation des Geisteszustands von Militärpersonal“
– und präzisierte, dass die militärischen Fähigkeiten bereits die ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen überschreiten.
Willkommen in der schönen neuen Welt.
