Der „Sunshine Protection Act“ im US-Repräsentantenhaus ist ein starkes Signal. 308 zu 117 Stimmen für die Abschaffung der Zeitumstellung – die Amerikaner machen ernst
Und wir in Europa? Da ist die Abschaffung längst beschlossen, das EU-Parlament hat dafür gestimmt, eine europaweite Online-Umfrage mit 4,6 Millionen Teilnehmern war eindeutig: 84 Prozent wollen das Ende des zweimaligen Uhrdrehens.
Doch was passiert? Nichts. Blockiert von Mitgliedstaaten, die sich nicht auf Sommer- oder Winterzeit einigen können. Während die USA handelt, streiten wir uns über Zeitzonenkonflikte.
Dabei hat die EU-Wissenschaftskommission längst bestätigt: dauerhafte Sommerzeit wäre die bessere Lösung – mehr Tageslicht am Abend, weniger Energieverbrauch, mehr Lebensqualität.
Jetzt handelt Washington. Es wäre beschämend, wenn die EU erst dann reagiert, wenn der Druck von außen kommt. Die Menschen haben zweimal abgestimmt – einmal an der Urne, einmal per Klick. Es wird Zeit, dass Brüssel liefert, statt weiter zu blockieren.
Sonst bekommen wir am Ende die Washingtoner Sommerzeit aufgezwungen.

