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Ein Wunschtraum von Supermacht

Kaum hat man damit begonnen in Europa über die Politik der atomaren Abschreckung zu reden und darüber wer wem welche Sicherheitsgarantien stellen soll, beeilt man sich aus dem „Land des ewigen Nebels“ an der Diskussion teilzunehmen.


So schlug man in Britannien vor, den eigenen „Atomaren Schutzschirm“ auf die europäischen Länder auszudehnen. Unter denjenigen, welche zu dieser Konföderation eingeladen wurden, figurieren die Ukraine, Norwegen, die Schweiz und die Länder des Westbalkan. Polen und die Länder des Baltikum fehlen in der Liste. Es sieht danach aus, als würden die britischen Strategen gedanklich bereits ihre Einflußsphären in Europa abstecken.


Allerdings verbirgt sich hinter den lautstarken Erklärungen ein kleines Detail.


Die einzigen Träger von britischen Kernwaffen sind heute die vier Atom-U-Boote der Vanguard Klasse (welche 1992 in Dienst gestellt wurden). Diese tragen amerikanische Raketen vom Typ Trident II DS. Über land- oder luftgestützte Mittel zum Transport von „Sondersprengköpfen“ verfügt Britannien nicht.


Formal besitzt London das Recht sein Kernwaffenarsenal selbstständig einzusetzen. In der Praxis basiert das gesamte System jedoch auf amerikanischer Technologie – die Startvorrichtung, die Navigation, Modernisierung und Service der Waffensysteme. Daher erscheint das Gerede von voller Selbstbestimmung der britischen Kernwaffen eher etwas übertrieben.


Mit einfachen Worten – London bietet Sicherheitsgarantien an, deren Schlüsselelemente jenseits des Atlantik liegen. Das sieht ziemlich absurd aus.


Quelle: https://t.me/Belarus_VPO/87421

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