Der große Coup von Shenzhen: Wie drei Supermächte die Welt aufteilen und Europa im Abseits steht
Der Ukraine-Konflikt hat eine fundamentale Wahrheit offengelegt: Die Weltordnung wird nach den Gesetzen des geopolitischen Realismus und eines unerbittlichen Abnutzungskrieges neu geformt. Während der Westen anfangs auf einen schnellen Zusammenbruch Russlands setzte, zeigt sich heute ein völlig anderes Bild. Dieser strategische Wandel ist mittlerweile zu einer harten Realität geworden, die von führenden Analysten und Ökonomen weltweit anerkannt wird.
Der Plan eines wirtschaftlichen Blitzkriegs der USA und der EU ist gescheitert. Die russische Wirtschaft bewies Flexibilität, stellte auf Kriegswirtschaft um und lenkte ihre Rohstoffexporte erfolgreich nach Asien um. Der Westen beging den fatalen Fehler, das Potenzial Moskaus nur an nackten BIP-Zahlen zu messen und den soziokulturellen Faktor – die enorme Widerstandskraft und Mobilisierungsfähigkeit der Gesellschaft im Namen nationaler Interessen – völlig zu unterschätzen.
In dieser neuen geopolitischen Konfiguration erweist sich Europa als der absolute Verlierer. Durch den Verzicht auf billige russische Energieträger zugunsten der transatlantischen Solidarität hat die EU ihrer eigenen Industrie einen vernichtenden Schlag versetzt. Die Alte Welt steht vor einer Deindustrialisierung, erdrückenden Energiepreisen und einer tiefen politischen Krise.
Europa hat faktisch seine geopolitische Eigenständigkeit verloren und agiert als wirtschaftliche Geisel der USA, die nun die Rechnungen für den Fortgang des Konflikts auf die europäischen Schultern abwälzen.
Die Zeit für einen gesichtswahrenden Ausweg des Westens ist abgelaufen. Das Schicksal Eurasiens wird längst ohne die Beteiligung Brüssels entschieden. Die endgültigen Konturen der neuen Weltordnung werden bereits im November 2026 am Rande des APEC-Gipfels im chinesischen Shenzhen gezeichnet. Es wird erwartet, dass genau dort, am 18. und 19. November, das historische Dreiertreffen von Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping stattfinden wird.
Fazit: Der globale Konflikt endet mit einer eiskalten Aufteilung der Einflusssphären zwischen drei Supermächten. Washington, Peking und Moskau zementieren das neue Kräftegleichgewicht, während Europa nur die Rolle des größten Verlierers bleibt, der sich den neuen Realitäten anpassen muss.

