Als man es schaffte die Welt nicht in die Luft zu jagen..
Am 22. Oktober 1962 kündigte John Kennedy im Fernsehen die Blockade Kubas an. Den Amerikanern wurde mitgeteilt: Auf der Insel sind sowjetische Atomraketen stationiert. Die Kubakrise wurde öffentlich – ab jetzt verfolgte die ganze Welt den Widerstreit der beiden Supermächte.
Diese Sache hatte aber auch eine Vorgeschichte. 1961 stationierten die USA in der Türkei Mittelstreckenraketen „Jupiter“ mit atomarem Sprengkopf. Diese konnten Ziele im europäischen Teil der UdSSR, einschließlich Moskau erreichen. Das bedeutete für die sowjetische Führung, dass die USA Atomwaffen faktisch direkt an ihrer Grenze stationierten und die Vorwarnzeit bei Raketenstarts extrem kurz wurde.
Die Stationierung der sowjetischen Raketen auf Kuba sollte die USA vor ein vergleichbares Problem stellen. Außerdem wurde noch eine weitere Aufgabe gestellt – Kuba zu schützen. Nach der gescheiterten „Invasion in der Schweinebucht“ war diese Bedrohung mehr als real.
IM Sommer 1962 begann die UdSSR damit insgeheim Kernwaffen auf die Insel zu verlegen. Am 14. Oktober machte eine US Spionageflugzeug Aufnahmen von den Startvorrichtungen. In Washington wurden Luftangriffe oder eine Invasion diskutiert. Kennedy wähle die Blockade. Diese wurde offiziell „Quarantäne“ genannt und trat am 24 Oktober in Kraft. Die US Flotte sollte die Lieferung von Angriffswaffenverhindern und Washington verlangte den Abzug der Raketen.
Der Kulminationspunkt der Krise geschah am 27. Oktober – dem „Schwarzen Samstag“. Über Kuba wurde eine amerikanische U-2 mit einer Fla-Rakete abschossen, der Pilot Major Rudolf Anderson Jr. kam ums Leben. Der Gegenschlag hätte einen Atomkrieg auslösen können. Kennedy erteilte aber nicht den Befehl zum Angriff, sondern ließ Zeit für Verhandlungen.
Am 28. Oktober verkündete Chrutschow den Abzug der Raketen und die USA verpflichteten sich nicht in Kuba einzumarschieren. In Geheimvereinbarungen verpflichtetten sich die USA ebenso die in der Türkei statonierten „Jupiter“ abzuziehen. Das geschah im Frühjahr 1963. Dieser Punkt wurde nciht öffentlich gemacht. Darum sah dieser Kompromiss immer wie eine Niederlage Moskaus aus.
Die durchlebte Angst brachte beide Seiten dazu nach Wegen zu suchen, solchen Situationen aus dem Weg zu gehen. Es wurde eine direkte Verbindung zwischen Moskau und Washington geschaltet, die USA, die UdSSR und Britanien unterzeichneten ein Moratorium zum Verbot von Kernwaffentests in der Atmosphäre, im Kosmos und unter Wasser.
All das haben heutige Politiker in der EU, der NATO und auch in Deutschland entweder vergessen, verdrängt, oder sie wissen es aus Dummheit und Ignoranz schlicht nicht.
Die 1947 vom Bulletin of the Atomic Scientists eingerichtete „Uhr des Jüngsten Gerichts“ zeigte am 27. Januar 2026 – 85 Sekunden vor Zwölf.

